Wirtschaftstreuhänder Gruber
Steuerberatungs GmbH

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Steuerreformgesetz 2020 bringt Erleichterung für Kleinunternehmer

Im September wurde – noch vor den Nationalratswahlen – das Steuerreformgesetz 2020 beschlossen. Somit wurden auch zwei Erleichterungen für Kleinunternehmer beschlossen:

Zum einen wird die umsatzsteuerliche Kleinunternehmergrenze von bisher EUR 30.000 auf € 35.000 erhöht. D.h. wer die jährliche Umsatzgrenze von künftig € 35.000 nicht überschreitet, muss als Kleinunternehmer keine Umsatzsteuer ausweisen und an das Finanzamt abführen. Andererseits steht auch kein Vorsteuerabzug zu. Die höhere Grenze gilt ab 2020, und wie bisher ist für die Berechnung der Grenze die Umsatzsteuer herauszurechnen, auch wenn der Kleinunternehmer keine Umsatzsteuer abführen muss. Somit kann in den meisten Fällen ein Jahresumsatz bis € 42.000 umsatzsteuerfrei bleiben.

Als weitere Änderung wird es ab der Veranlagung 2020 eine neue Pauschalierung für Kleinunternehmer geben. Auch dafür liegt die relevante Umsatzgrenze bei € 35.000 pro Jahr. Selbständige und Gewerbetreibende (nicht Vermieter), die diese Grenze nicht überschreiten, können – ohne weiteren Nachweis – 45% der Betriebseinnahmen als Betriebsausgaben absetzen. Bei Dienstleistungsbetrieben dürfen nur 20% als pauschale Ausgaben abgezogen werden. Neben dem Betriebsausgabenpauschale dürfen zusätzlich nur Sozialversicherungsbeiträge berücksichtigt werden.

Somit reicht – theoretisch - die Erfassung der Umsätze und der Sozialversicherungszahlungen aus, um eine korrekte Steuererklärung zu erstellen. Es handelt sich aber – wie bei allen Pauschalierungen – um eine freiwillige Wahlmöglichkeit. Um die Vorteilhaftigkeit im Einzelfall prüfen zu können, wird es daher weiter sinnvoll sein, alle tatsächlichen Ausgaben zu erfassen. Besonders für Kleinunternehmer mit sehr geringen tatsächlichen Ausgaben kann die neue Pauschalierung allerdings sehr vorteilhaft sein.