Wirtschaftstreuhänder Gruber
Steuerberatungs GmbH

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Tirol | Österreich | Austria

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Home-Office

Aufgrund der erneut verschärften Corona Maßnahmen wird wieder verstärkt auf Home Office zurückgegriffen. Leider sind die gesetzlichen Regeln dazu lücken- und mangelhaft.

Im Arbeitsrecht gibt es keine Regelungen dazu, d.h. es bedarf grundsätzlich einer Vereinbarung. Somit kann im Normalfall Home Office nicht einseitig vom Arbeitgeber angeordnet werden, ebenso wenig hat der Dienstnehmer automatisch Anspruch darauf. Allerdings wurde im ASVG Vorkehrung getroffen, sodass zumindest Arbeitsunfälle im Home Office von der Unfallversicherung gedeckt sind.

Die steuerliche Absetzbarkeit eines Arbeitszimmers im Wohnungsverband ist leider seit jeher stark eingeschränkt. Nur in Ausnahmefällen ist das Arbeitszimmer absetzbar (Stichwort: Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit). In den meisten Fällen werden daher nur Arbeitsmittel wie Computer, Handy, Internet- und Telefonkosten absetzbar sein.

Wenn der Dienstgeber Arbeitsmittel zur Verfügung stellt ergibt sich die Frage nach einem etwaigen Sachbezug bei Privatnutzung. Hier regeln die Richtlinien, dass zumindest bei untergeordneter Privatnutzung von Notebook und Mobiltelefon kein Sachbezug anzusetzen ist.

Leistet der Dienstgeber Kostenersatz ist dieser grundsätzlich lohnsteuerpflichtig. Ein Kostenersatz für die Bereitstellung des Home Office ist keine Vermietung sondern lohnsteuerpflichtig. In Kombination mit der fehlenden Absetzbarkeit des Home Office als Werbungskosten auf Seiten des Dienstnehmers führt dies dazu, dass der Kostenersatz nicht brutto für netto beim Dienstnehmer ankommt.

Es wäre daher wünschenswert, wenn die zu Jahresbeginn angedachte pauschale Absetzbarkeit von Arbeitszimmern bis maximal EUR 1.200 tatsächlich gesetzlich umgesetzt und auf außerbetriebliche Einkünfte ausgeweitet würde.