Wirtschaftstreuhänder Gruber
Steuerberatungs GmbH

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Steuertipps zum Jahresende

Das Jahr 2017 geht bald zu Ende und wie jedes Jahr gilt es auch steuerliche Aspekte im Auge zu behalten.

Seit 2016 kann auf die Arbeitnehmerveranlagung dank der vom Finanzamt antragslos vorgenommenen Veranlagung nicht mehr vergessen werden. Vorjahre müssen jedoch weiterhin selbst beantragt werden. Das ist für 5 Jahre im Nachhinein möglich, d.h. für das Jahr 2012 läuft die Frist zum Jahresende aus.

Einnahmen-Ausgaben-Rechner können durch das Vorziehen bzw. Hinausschieben von Einnahmen und Ausgaben ihren Jahresgewinn steuern. Steuerlich sinnvoll sind gleichmäßige Gewinne in jedem Jahr um Nachteile aus der Progression zu vermeiden. Bei Investitionen in Anlagevermögen kurz vor Jahresende kann noch eine halbe Jahresabschreibung angesetzt werden. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 400 netto sind sofort absetzbar.

Bei Jahresgewinnen über 30.000 EUR ist der investitionsbedingte Gewinnfreibetrag weiterhin ein Thema. Sind Investitionen in körperliche, abnutzbare und ungebrauchte Anlagegüter nicht vorhanden oder nicht ausreichend, können noch bis Jahresende begünstigte Wertpapiere angeschafft werden. Seit 2017 ist die Auswahl an Wertpapieren wieder grösser, die Beschränkung auf Wohnbauanleihen ist ausgelaufen. Es empfiehlt sich trotzdem eine rechtzeitige Kontaktaufnahme mit der Hausbank.

Umsatzsteuerliche Kleinunternehmer sollten die EUR 30.000 Umsatzgrenze im Auge behalten, ein Überschreiten führt dazu, dass alle Umsätze der Umsatzsteuer unterliegen. Die Grenze ist eine Nettogrenze und beträgt bei 10%igen Umsätzen brutto 33.000, bei 13%igen Umsätzen brutto 33.900 und bei 20%igen Umsätzen brutto 36.000.  Ein einmaliges Überschreiten von 15% innerhalb von 5 Jahren ist zulässig.

Bei Anschaffung eines Firmenwagens lohnt sich ein Blick auf den CO2 Ausstoß, da bei Unterschreiten der jährlich sinkenden Grenze ein verminderter Sachbezugswert gilt. 2017 beträgt die Grenze noch 127g/km, ab 2018 sinkt diese auf 124g/km. Wie in einer früheren Kolumne empfohlen, entfällt bei einem Elektrofahrzeug der Sachbezug zur Gänze, ein wesentlicher Vorteil für den Dienstnehmer.