Wirtschaftstreuhänder Gruber
Steuerberatungs GmbH

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Aus für Mietvertragsgebühr bei Wohnungen

Am 12. Oktober – in der letzten Sitzung vor den Wahlen – hat der Nationalrat die Abschaffung der Mietvertragsgebühr für Wohnungsmieten beschlossen.

Laut bisheriger Rechtslage war jeder neue Mietvertrag – so wie auch jede Verlängerung eines bestehenden Mietvertrages – mit 1% zu vergebühren. Die Bemessungsgrundlage richtete sich nach Höhe der Miete und Dauer des Mietverhältnisses – bei den üblichen Mietverträgen war die dreifache Jahresbruttomiete die Basis.

Das bedeutete, dass bisher z.B. bei einer monatlichen Miete von € 750 brutto eine Mietvertragsgebühr von € 270,00 anfiel. Die Mietvertragsgebühr war vom Vermieter selbst zu berechnen und an das Finanzamt für Gebühren und Verkehrssteuern abzuführen, zudem musste eine Anmeldung beim Finanzamt erfolgen. Meist wurde im Mietvertrag vereinbart, dass der Mieter die Gebühr zu tragen hatte.

Somit ist die Abschaffung als Entlastung für die Mieter und Verringerung des Verwaltungsaufwandes für die  Vermieter für beide Seiten positiv.

Maria Theresia führte vor rund 250 Jahren eine Gebühr auf Mietverträge ein, weil kaiserliche Beamte bei der Vertragserrichtung mitwirkten. Dies war aufgrund des weit verbreiteten Analphabetismus notwendig. Die Hilfe von Beamten zur Vertragserstellung wird heute nicht mehr gebraucht - erstaunlich, dass sich  die Gebühr trotz der sonst so schnelllebigen Steuergesetzgebung so lange halten konnte.

Konsequent wäre allerdings, die Mietvertragsgebühr ganz abzuschaffen – leider gilt die Änderung nur für Wohnungen. Bei Gewerbe-Immobilien wird die Gebühr unverändert eingehoben.