Wirtschaftstreuhänder Gruber
Steuerberatungs GmbH

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Absetzbarkeit von Kinderkrippe, Musikschule & Co

Kosten für Kinderbetreuungseinrichtungen sind steuerlich absetzbar. Das gilt für ein Aupair-Mädchen oder eine Tagesmutter genauso wie z.B. für die Kinderkrippe, den Kindergarten oder Hort. Aber auch Freizeitaktivitäten wie ein Schikurs, das Volleyballtraining, der Musikschulunterricht oder ein Sommer-Tennsicamp zählen dazu. Pro Kind und Jahr können maximal € 2.300 angesetzt werden, und zwar für Kinder bis zum 10. Lebensjahr. Im Unterschied zu anderen außergewöhnlichen Belastungen wird hier kein Selbstbehalt abgezogen. D.h. dass sich je nach Einkommenshöhe jede angesetzte Kinderbetreuung unmittelbar auswirkt: Wer z.B. für sein Kind einen Schwimmkurs von € 100 zahlt, bekommt bei einem Steuersatz von 43% bei der Arbeitnehmerveranlagung € 43 als Steuergutschrift retour.


Es lohnt sich also, die Belege dazu zu sammeln! Diese sind nämlich Voraussetzung für die steuerliche Absetzbarkeit und müssen neben Namen und SV-Nr. des Kindes z.B. auch den Rechnungsempfänger oder den Zeitraum der Kinderbetreuung beinhalten. Wenn Sie von Ihrer Kinderbetreuung keine ordnungsgemäße Rechnung erhalten – Fragen Sie danach!


Eine weitere Voraussetzung für die steuerliche Anerkennung ist die Betreuung durch eine pädagogisch qualifizierte Person. So werden von diversen Bildungseinrichtungen z.B. achtstündige Kinderbetreuungskurse angeboten, die als Mindestanforderung und als Nachweis für das Finanzamt ausreichend sind.

Wenn Sie der Großmutter, die die Enkel betreut, dafür etwas zahlen, sind auch diese Kosten absetzbar: Auch in diesem Fall muss die Oma eine Kinderbetreuungsausbildung vorweisen; zudem darf sie nicht im gleichen Haushalt mit den betreuten Kindern wohnen. Allerdings muss die Oma ihre eigene steuerliche Situation beachten, da sie die Einnahmen aus der Kinderbetreuung – je nach persönlicher Situation – versteuern muss.