Wirtschaftstreuhänder Gruber
Steuerberatungs GmbH

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... und noch einmal: Das Auto und die Steuer

In der letzten Ausgabe wurden die steuerlichen Konsequenzen eines betrieblichen Autos erläutert. Es kommt aber häufig vor, dass ein privates Auto für geschäftliche Fahrten eingesetzt wird.

Wer sein Auto zwar überwiegend privat verwendet, aber auch betrieblich unterwegs ist, kann anstelle der tatsächlichen Ausgaben das amtliche Kilometergeld als Betriebsausgabe ansetzen. Dieses beträgt € 0,42 pro betrieblich gefahrenem Kilometer. Als Beleg für das Finanzamt ist in diesem Fall ein Fahrtenbuch zu führen, in dem alle betrieblichen Fahrten festzuhalten sind.

Was vielleicht nicht bekannt ist: Auch für betriebliche Fahrten mit dem Motorrad  (€ 0,24) oder dem Fahrrad (€ 0,38) kann ein Kilometergeld verrechnet werden.

Auch Arbeitnehmer können für bestimmte Fahrten Kilometergelder als Werbungskosten ansetzen. Die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte dürfen zwar nur im Ausmaß des Pendlerpauschales angesetzt werden. Wer aber zum Beispiel mit dem eigenen Pkw zu einer Schulung fährt, einen Kunden besucht oder der Einladung zu einem Bewerbungsgespräch nachkommt, hat beruflich veranlasste Kosten, die nicht durch das Pauschale abgegolten sind. Sofern diese Kosten nicht vom Arbeitgeber ersetzt werden, können in der Arbeitnehmerveranlagung die Kilometergelder als Werbungskosten angesetzt werden.

Bei Ansatz des Kilometergeldes sind alle anderen Kosten des Autos abgegolten. Mit einer Ausnahme: wer auf einer beruflich veranlassten Fahrt mit seinem Privatauto einen Unfall hat, kann unter Umständen die notwendigen Reparaturkosten oder auch die Wertminderung als Werbungskosten von der Steuer absetzen.