Wirtschaftstreuhänder Gruber
Steuerberatungs GmbH

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Steuerliche Begünstigungen für kleine Vereinsfeste

Bei Vereinsfesten stellt sich oft die Frage nach der steuerlichen Behandlung. Die Einstufung als „kleines Vereinsfest“ hat zahlreiche Vorteile.

Kleine Vereinsfeste werden als „entbehrliche Hilfsbetriebe“ eingestuft, Zufallsüberschüsse unterliegen zwar der Körperschaftsteuer, jedoch besteht ein Freibetrag von EUR 10.000 pro Jahr. Zudem können unverbrauchte Freibeträge 10 Jahre lang gesammelt und vorgetragen werden.

Keine Einzelaufzeichnungs-, Belegerteilungs- und Registrierkassenpflicht, eine vereinfachte Losungsermittlung („Kassasturz“) ist zulässig.

Liebhabereivermutung in der Umsatzsteuer, d.h. keine Abfuhr von Umsatzsteuer, aber auch kein Vorsteuerabzug.

Ein „kleines Vereinsfest“ liegt nur vor, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, die wichtigsten sind:

Veranstalter ist eine abgabenrechtlich begünstigte Körperschaft (z.B. Verein).

Das Fest wird im Wesentlichen (> 75%) von Vereinsmitgliedern und Angehörigen organisiert und durchgeführt.

Etwaige Musiker oder Künstler dürfen mit maximal EUR 1.000 pro Stunde entlohnt werden.

Verpflegung durch andere Unternehmer (z.B. Gastwirte) ist unschädlich, wenn diese direkt mit den Gästen abrechnen.

Die Beschäftigung anderer Professionisten ist unter gewissen Voraussetzungen ebenso möglich (Security, Feuerwerk, Anmietung eines Festzeltes, etc.)

Das Fest darf maximal 72 Stunden pro Jahr dauern, es gelten hier die Ausschankzeiten. Der Nachweis erfolgt am besten durch den behördlichen Bewilligungsbescheid.