Wirtschaftstreuhänder Gruber
Steuerberatungs GmbH

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Tirol | Österreich | Austria

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Rechnet sich mein Nebenjob?

Ein Nebenjob ist ein „Job neben“ dem, was man hauptberuflich macht. Neben einem Vollzeit-Dienstverhältnis zum Beispiel. Es wird z.B. abends oder auch am Wochenende gearbeitet und viele opfern deshalb ihre Freizeit, weil lukrative Entlohnung lockt. Aber Achtung - meist sind vom Bezug im Nachhinein Beiträge abzuführen!

Dazu ein Beispiel: Frau Fleißig arbeitet neben ihrem Vollzeit-Dienstverhältnis als Büroangestellte auch an den Wochenenden - aushilfsweise als Kellnerin in einem Restaurant. Dafür ist sie geringfügig angestellt und erhält € 400 im Monat – brutto für netto. Am Ende des Jahres kommt es jedoch zu einer Zusammenrechnung der beiden Dienstverhältnisse.

Nach der Pflichtveranlagung ist für den geringfügigen Zuverdienst Einkommensteuer nachzuzahlen – und zwar abhängig von der jeweiligen Progressionsstufe. Angenommen, Frau Fleißig fällt in die 35%-ige Steuerprogression – dann muss sie für den Zuverdienst auch in dieser Höhe Einkommensteuer an das Finanzamt abführen – im Nachhinein – das sind immerhin € 140 pro Monat.

Auch die Krankenkasse meldet sich nach Ablauf des Jahres. Aufgrund des versicherungspflichtigen Dienstverhältnisses sind für den Zuverdienst Beiträge zu entrichten – und zwar knapp 15% oder € 60 pro Monat. Die SV-Zahlung kann bei der Arbeitnehmerveranlagung im nächsten Jahr als Ausgabe angesetzt werden. Trotzdem bleibt unterm Strich vom Nebenjob nur etwas mehr als die Hälfte – also gut € 200 monatlich.

Also besser keinen Nebenjob annehmen? Doch, aber vorher kalkulieren! Und nur zusagen, wenn der Verdienst auch nach Abzug aller Abgaben den Erwartungen entspricht.

Oder über Alternativen nachdenken. Wer z.B. eine selbständige Tätigkeit neben einem Dienstverhältnis ausübt, muss bis zu einem jährlichen Gewinn von € 730 weder Einkommensteuer noch Sozialversicherung zahlen.